E-Mail Interview mit Michael Kunze

Ich bin Jahrgang 1978 und interessiere mich seit meinem 12. Lebensjahr für die Astronomie. Aufgrund der schlechten Beobachtungsbedingungen in Ballungsräumen, so auch bei mir in Moers am Rande des Ruhrgebietes, habe ich mein Hobby mit meiner Neigung zu reisen kombiniert.
Mein Beruf als Wirtschaftsinformatiker kommt mir in so fern zu Gute, dass das Hobby viel mit PC und computergesteuerter Hardware und Software zu tun hat.

Die Strudelgalaxie, auch als Whirlpool-Galaxie, Messier 51 oder NGC 5194/5195 bezeichnet, ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde. Aufnahme von Michael Kunze.

Die Strudelgalaxie, auch als Whirlpool-Galaxie, Messier 51 oder NGC 5194/5195 bezeichnet, ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde. Aufnahme von Michael Kunze.

01) Michael, zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Dir die Frage alle Fragen: wie wurdest Du Astrofotograf?

Ich habe mich schon früh für die Astronomie interessiert. Als kleiner Junge habe ich fasziniert in den Himmel geschaut und mir ein Fernglas zum Geburtstag gewünscht. Damit habe ich dann erste Beobachtungen gemacht. Nachdem ich ein kleines Newton-Teleskop erworben habe, konnte ich auch tiefer in den Himmel schauen. Erstmalig in der Schweiz habe ich die Sommermilchstrasse gesehen und hatte das Bedürfnis dies im Bild festzuhalten. So kam eins zum anderen und meine Leidenschaft der Astrofotografie begann. Gefördert durch den lokalen Astronomieverein, der Moerser Astronomischen Organisation e.V., und meiner Eltern konnte ich das Hobby immer weiter ausbauen. Entwickelte sich weiter und so kann ich mir ein Leben ohne Kamera nicht mehr vorstellen.

02) Du hast Wirtschafts-Informatik studiert. Wie kam es dazu?

Eigentlich über einen Umweg. Ich habe eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert, stellte aber fest, dass dies nicht ganz mein Ding ist. Ich konnte im Ausbildungsbetrieb in der IT-Abteilung einsteigen und habe mich fortbilden müssen, um in diesem Sektor Fuß fassen zu können. Ich studiert Wirtschaftsinformatik an einer berufsbegleitenden Fachhochschule.

04) Wie sieht der “Arbeitsalltag” eines Astrofotografen aus?

Durch das Fortschreiten der Technik baue ich mein Teleskop auf, schließe meine Kamera an starte das “comutergesteuerte” Teleskop. Nachdem alles eingerichtet ist, kann ich alles alleine laufen lassen und lege mich ins Bett. Am Morgen, wenn die Dämmerung beginnt, wird alles abgebaut und am nächsten Tag das Ergebnis begutachtet. Danach erfolgt eine mehrstündige Bildbearbeitung. Bis ein Astrobild fertig ist können inkl. Belichtungszeit 10 – 15 Stunden vergehen. Dies dann nicht an einem Stück, aber insgesamt arbeitet man so lange an einer Aufnahme.
Der Technik zum Trotz packe ich auch oft meine Geräte ein und fahre auf den nahegelegenen Örmterberg. Dort genieße ich dann die nächtliche Natur.

NGC 891 ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda. Aufnahme von Michael Kunze.

NGC 891 ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda. Aufnahme von Michael Kunze.

05) An welchem Projekt arbeitest Du gerade?

Ich habe mir ca. 10 Objekte herausgesucht, die ich über das gesamte Jahr hinweg immer mal belichte. Da man heutzutage eine Aufnahme nicht mehr einmal mehrere Stunden belichtet, sondern sehr oft ca. 2 Minuten Belichtungen erstellt und diese dann zusammenfügt, kann man mehrere Nächte an einem Objekt arbeiten. Gesamtbelichtungszeiten unter 4 Stunden lohnen hier kaum. Zu den Objekten gehören Galaxien wie M51 (Whirlpool-Galaxie) oder Planetarische Nebel wie M57, der Ringnebel in der Leier. Zudem arbeite ich an Zeitrafferaufnahmen des gestirnten nächtlichen Himmel. Das Auf- und Untergehen der Sterne in einer Nacht versuche ich in wenigen Minuten zusammenzuraffen. Das Besondere daran ist zudem, dass ich sehenswerte Orte oder Geschehnisse aussuche. Meine Aufnahmen findet man unter www.sky-in-motion.de.

06) Neben den Teleskopen ist der PC ein wichtiges Werkzeug für die Astrofotografie. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und Datenbanken wie etwa Simbad sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzt Du für Deine Arbeit das Internet?

Ich nutze das Internet hauptsächlich zur Publikation meiner Aufnahmen. In Diskussionsforen versuche ich hin und wieder mal ein Problem zu lösen, greife hier aber hauptsächlich auf persönliche Kontakte zurück. Ansonsten kann man im Internet wunderbar Informationen recherchieren. Allerdings muss auch hier Vorsicht walten gelassen werden, weil manche Informationen falsch wiedergegeben werden. Leider nutzen viele Nutzer die Anonymisierung aus und vergreifen sich schnell im falschen Ton. Daher fühle ich mich in Foren nicht wohl.

Planetarischer Nebel NGC 6853, auch Hantelnebel genannt. Aufnahme von Michael Kunze.

Planetarischer Nebel NGC 6853, auch Hantelnebel genannt. Aufnahme von Michael Kunze.

07) Du betreibst mehrere Webseiten, wie etwa www.michaelkunze.de. Könntest Du Dir auch vorstellen einen eigenen Blog zu betreiben?

Nein. Hierzu ist meine Zeit einfach zu knapp.

08) Wie ist Deine Meinung zu “Sozialen Netzwerken”, wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, und dergleichen?

Richtig angewendet kann dies der Kommunikation sehr dienlich sein. Allerdings muss man neben dem ganzen Müll brauchbare Informationen suchen. Das ist anstrengend. Leider wissen viele Anwender sozialer Netzwerke eine sinnvolle Nutzung nicht zu schätzen.
Ich besuche immer noch Tagungen und Treffen. Hier zählt für mich der persönliche Kontakt.

12) Wenn Du auf Deine bisherige Karriere zurückblickst, worauf bist Du besonders stolz?

Ich hatte die Möglichkeit recht jung eine Stelle als IT-Leiter anzunehmen. Das macht irgendwo stolz und man kann seine Ideen umsetzen.

13) Gibt es einen Traum, den Du Dir erfüllen möchtest?

Ich möchte gerne mal zum Mond. Aber das wird wohl nur ein Traum bleiben.

14) Zum Abschluss möchte ich Dir eine sehr persönliche Frage stellen: was habst Du vom Leben gelernt?

Leider kann man nicht jedem vertrauen. Man muss immer vorsichtig sein!

Messier 57, auch Ringnebel genannt, ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Leier. Aufnahme von Michael Kunze.

Messier 57, auch Ringnebel genannt, ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Leier. Aufnahme von Michael Kunze.

 

 

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Speedpainting: Kuppelstadt

Speedpainting Dome-City

Speedpainting: Dome City

Speedpainting
Eine dunkle Stadt, verborgen unter einer Kuppel. Sie schwebt in einem hellen Himmel und badet im gefährlichen Licht eines weißen Zwergsterns.
Dieses digitale Skizze habe ich in ca. 40 Minuten erstellt. Es ist eines meiner ersten Versuche in Sachen speedpainting.
Die ganze Szene sieht noch flach aus und wirkt zweidimensional, aber das Motiv hat Potential. Ein einfacher, aber ungewöhnlicher Bildaufbau!
Digital, gimp 2.8, 5315 px mal 3986 px, 2013.

 

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Konzeptkunst zur SoFi 1999 – Space Art: Bild des Monats Mai 2013

MAI 2013

Diese beiden Bilder entstanden wärend der SoFi am 11. August 1999. Für jedes Werk brauchte ich nur knapp 10 Minuten.
Diese Konzeptkunst ist an ein flüchtiges Ereignis gebunden, wie hier die SoFi vor über 13 Jahren. Es ist nicht wiederholbar und somit einzigartig! Sie ist verloren in Zeit und Raum und nur diese zwei Bilder, zwei farbige Skizzen sind noch übrig, ein Echo des Enstehungsprozesses.

11.8.1999 - Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis 11.8.1999

Sonnenfinsternis A
Plakafarbe auf Karton, 40 x 60 cm, 1999.
Astrofoto-Nr. so090-41

 

Sonnenfinsternis B vom 11.8.1999

Sonnenfinsternis B vom 11.8.1999

Sonnenfinsternis B
Plakafarbe auf Karton, 60 x 40 cm, 1999.
Astrofoto-Nr. so090-40

 

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Ich habe einen Astronauten und einen Perry Rhodan Autor getroffen

Ja, wirklich, letztes Jahr im Juni, auf einem Seminar. Prof. Röser, der Leiter des IfR der Universität Stuttgart, hatte mich dazu nach Potsdam eingeladen. Dort hielt ich einen Vortrag zum Thema Space Art.

Referenten waren u.a. Dr. Reinhold Ewald und der Perry Rhodan Autor Hubert Haensel. Ich war richtig aufgeregt! Da baute sich plötzlich ein hochgewachsener Franke vor mir auf und sprach:

“Du bist der Space Art Maler? Bei Perry Rhodan sagen wir alle ‘Du’. Ich bin der Hubert.”

Und schon waren wir per ‘Du’. Die Seminarleitung, die teilnehmenden Studenten und Referenten waren erfrischend unkompliziert.

Alle Vorträge habe ich mit Spannung erwartet und ich wurde nicht enttäuscht! Astronaut Reinhold Ewald berichtete von seiner Jugendzeit und seinem beruflichen Werdegang. Als Schüler hat er Science-Fiction Romane verschlungen, auf dem Gymnasium sogar im englischen Original. Seine ‘Helden’ waren Günter Siefahrt, Ernst von Khuon, Isaac Asimov und die Besatzung des Raumschiffes Orion. Bildhaft schilderte er seinen 18tägigen Aufenthalt auf der Raumstation Mir. Ich war hin und weg!

Die Zeit verging wie im Fluge und die knapp drei Tage waren viel zu schnell vorbei. Ich bat Reinhold Ewald und Hubert um ein Autogramm auf einem meiner Info-Flyer. Ein tolles Erinnerungsstück.

Mein Info-Flyer mit den Autogrammen von Hubert Haensel und Reinhold Ewald

Mein Info-Flyer mit den Autogrammen von Hubert Haensel und Reinhold Ewald

Ausschnitt: Autogramme von PERRY RHODAN-Autor Hubert Haensel und ESA-Astronaut Dr. Reinhold Ewald

Ausschnitt: Autogramme von PERRY RHODAN-Autor Hubert Haensel und ESA-Astronaut Dr. Reinhold Ewald

 

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E-Mail Interview mit Jen Satora

Jen Satora Foto

Jen Satora

Mein Name ist Jen Satora, ich bin 34, Illustratorin und lebe in Moers.

01) Frau Satora, gleich zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Ihnen die Frage alle Fragen: wie wurden Sie Comiczeichnerin?

Ich interessierte mich schon als Kind für Comics. Ich las gern Lucky Luke oder Batman, auch Fantasygeschichten aus Belgien.
Ich zeichnete selbst, dachte mir dazu Geschichten aus. In meiner Fantasie konnte ich mich ausleben.

02) Viel Ihnen die Entscheidung Künstlerin zu werden leicht?

Nein. Ich wollte Ingenieurwesen studieren, wie mein Vater. Aber leider sagten mir meine Noten in Mathematik, das ich das nicht schaffen würde. Also studierte ich Kommunikation-Design.

03) Was hat Sie in Ihrem beruflichen Leben entscheidend geprägt?

Das ich mich selbstständig gemacht habe.
Das ist ein großer Schritt, und wenn man alleinerziehend ist, hat man immer die Angst, das die Familie zu sehr darunter leiden könnte.

04) Viele Menschen glauben immer noch, das Künstler das Leben eines Bohémiens führen. Wie sieht der Arbeitsalltag einer Künstlerin wirklich aus?

Hart. Ich muss viel Zeit investieren, um Kontakte zu pflegen, und muss viel Büroarbeit machen, Datenpflege, Buchhaltung. Das sehen Außenstehende oft nicht.

05) Was ist die treibende Kraft für Ihre kreative Arbeit? Der schöpferische Drang? Die Inspiration?

Das Leben selbst. Häufig auch der Kontakt zu meinen Schülern, die mir neue Anregungen geben.

Drache - fuer die Kinderbibliothek Kempen

Drache für die Kinderbibliothek Kempen

06) An welchem Projekten arbeiten Sie gerade?

Das kann ich nicht verraten.
Nein, Scherz beiseite, ich zeichne wieder für ein Kinderbuch, und ich habe verschiedene Projekte für einen Verlag in Arbeit.

07) Für manche Künstler ist der Computer ein wichtiges Werkzeug. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und auch Wikipedia sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzen Sie für Ihre Arbeit das Internet?

Es gehört zum Arbeitsalltag dazu, sich auf dem Laufenden zu halten, neue Aufgabengebiete zu finden und Verbindungen zu Auftraggebern zu entwickeln. Dazu nutze ich das Internet.

08) Jen Satora, ist das ein Künstlername? Und wenn ja, wo kommt der her?

Ja und Nein. Mein Vorname wurde oft abgekürzt, und ich wurde eben so gerufen. So hat sich das ergeben.

09) Sie haben eine eigene Webseite. Könnten Sie sich vorstellen einen eigenen Blog zu betreiben? Wie ist Ihre Meinung zu den “neuen Medien”, wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, und dergleichen?

Einen Blog schreiben würde ich gern, aber leider fehlt mir momentan die Zeit dazu.

10) Wir leben in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie gehen Sie mit diesen Veränderungen um?

Durch effiziente Langsamkeit:
Ich versuche stets nur das zu ändern, was wirklich notwendig ist.

11) Wenn Sie einen Plan für die nächsten, sagen wir vier Jahre hätten, wie würde der in etwa aussehen?

Viel arbeiten und alternativ dazu viel an der frischen Luft sein.

Manga Elf von Jen Satora

Manga Elf von Jen Satora

12) Sie haben eine eigene Comiczeichenschule für Kinder. Was würden Sie jungen Menschen raten, die gerade ihr Abitur/Hochschulreife erlangt
haben und die vor der Entscheidung stehen ob Sie ein Studium beginnen oder in das Berufsleben einsteigen sollen?

Das hängt davon ab. Ich habe Schüler, die sind sich absolut sicher, dass sie etwas studieren wollen und das auch erreichen werden.
Dann habe ich Schüler, denen eine solide Ausbildung wichtiger ist. Ich finde beides ok., wenn man den Weg für sich selber einschlägt und weiß, wohin die Richtung geht.

13) Wenn Sie auf Ihre bisherige Karriere zurückblicken, worauf sind Sie besonders stolz?

Ich habe viele unterschiedliche Situationen und Kontakte zu Menschen gemeistert. Hierbei musste ich oft erst heraus finden, wie man die Dinge an geht und wie man in bestimmten Situationen reagiert. Daraus habe ich gelernt.

14) Gibt es einen Traum, den Sie sich erfüllen möchten?

Ja. Aber den verrate ich nicht. ^_^

15) Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine ganz persönliche Frage stellen: was haben Sie vom Leben gelernt?

Ich habe gelernt, Entscheidungen für mich zu treffen und diese auch nach außen hin zu vertreten.

Zeichnertisch von Jen Satora

Zeichnertisch von Jen Satora

 

 

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Meine Kometen

Das Jahr der Kometen
Komet Panstarrs (C/2011 L4) wird bald die Sonne umrunden und ich bin gespannt ob der schmutzige Schneeball dieses Swing-by-Manöver überstehen wird. Falls ja, wird er in der Morgendämmerung auftauchen.

 

Ab Mitte November 2013 soll Komet ISON (C/2012 S1) für fast acht Wochen mit dem bloßen Auge zu sehen sein. Zu Weihnachten wird er dann die ganze Nacht beobachtbar. Leider gibt es keine Formel um die Helligkeitsentwicklung eines Kometen zu berechnen. Der Kometenkern von ISON ist aber relativ groß, man schätzt ihn auf ca. 50 km. Dazu wird er der Erde und der Sonne relativ nahe kommen. Das alles sind gute Voraussetzungen für einen hellen Schweifstern. Das Jahr 2013 wird das Jahr der Kometen!

Raketenschild 1

Raketenschild 1
Könnten Nuklearwaffen den Einschlag eines Kometen auf der Erde verhindern?

 

Und dann ist da ja noch der Komet Siding Spring, der in Richtung Mars unterwegs ist. Wie Daniel Fischer gestern in seinem Blog Skyweek meldete, wird der Komet C/2013 A1 (Siding Spring) nicht auf dem Mars einschlagen.
Die Angaben beruhen auf neuen Berechnungen der NASA. Anscheinend lassen die aktuellen Beobachtungsdaten, die in die Berechnungen einfließen, bereits solche Vorhersagen zu.

 

Anhand meiner Kometen kann man den Weg erkennen, den ich seit den 1980er Jahren zurückgelegt habe. Schauen Sie sich unten das Bild Raketenjäger an: mit dem Farbgitter und einer Zahnbürste habe ich damals dieses Bild erstellt. Kaum zu glauben!

Fruehwerk 78

Ein Experiment aus den 80er Jahren. Plakafarbe auf Papier, 70 x 100 cm

 

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Space Art: Bild des Monats April 2013 – Pulsar mit Asteroidengürtel

APRIL 2013

Pulsar mit Asteroidengürtel

An Asteroid Belt Interpretation for the Timing Variations of the Millisecond Pulsar B1937+21

Pulsar mit Asteroidengürtel
Hier mein Versuch einer Illustration des Asteroidengürtels um den Pulsar B1937+21. Die 15 Seiten umfassende wissenschaftliche Abhandlung dazu (im Fachjargon “paper” genannt) kann man sich als PDF von arXiv.org herunterladen.
Digital, gimp 2.8, Apophysis, 100 px mal 7500 px, 2013.

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E-Mail Interview mit Thorsten Ulrich Hülsberg

Thorsten Ulrich Hülsberg wurde 1971 in Leverkusen geboren. Nach dem Fachabitur absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und eine weitere zum Versicherungsfachmann. Bis zur Jahrtausendwende war er für verschiedene nationale und internationale Unternehmen im Bereich der Finanzdienstleistungen tätig. Danach wechselte er in den Bereich Kunst und Kultur und baute in dieser Zeit ein Internetportal für Kunst und Kreativität gekoppelt mit einer Galerie auf. Seit über einem Jahrzehnt tritt Thorsten Hülsberg nun auch schon selber als freischaffender Künstler im Bereich abstrakte Malerei, Digitales und Photographie in Erscheinung und bereiste im Rahmen einer Dokumentation über Kunst und Kultur in Europa diesen Kontinent. Außerdem baute er journalistische Internetplattformen, wie zum Beispiel fairschreiben.de oder auch den BALLacker auf. Alle diese Fähigkeiten bündelt er seit 2010 in seiner Agentur hÜlsberg – Die Sache mit dem Ü! – Die Agentur für Kunst, Kultur, Journalismus, Text, Fotografie, PR & SocialMedia in seiner Heimatstadt Leverkusen.

01) Thorsten, gleich zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Dir die Frage alle Fragen: wie kamen Sie zur Kunst?

Mich hat sprichwörtlich die Muse geküsst und dies führte Ende des letzten Jahrtausends dazu, dass eine lange schlummernde Berufung, der ich bis dahin nur als Hobby gefolgt war, auch zu meinem beruflichen Lebensmittelpunkt wurde.

Titel: "Christ". Quelle: Thorsten Hülsberg.

Titel: “Christ”. Quelle Thorsten Hülsberg.

02) Viel Dir die Entscheidung Künstler zu werden leicht?

Absolut!

03) Was hat Dich in Deinem beruflichen Leben entscheidend geprägt?

Meine Eltern. Meine kaufmännischen Ausbildungen. Meine Reise durch Europa. Der Drang immer wieder Neues zu entdecken und zu schaffen.

04) Viele Menschen glauben immer noch, das Künstler das Leben eines Bohémiens führen. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Künstlers wirklich aus?

Zwischen 6.00 Uhr und 7.00 Uhr aufstehen. News schauen und frühstücken. Texten, Netzwerk pflegen und Kunst schaffen bis ca. 19.00 Uhr. Ein wenig Sport, Abendbrot und bis in den Abend / die Nacht weiter Texten und an Werken arbeiten. Dies in der Regel sieben Tage in der Woche, wobei natürlich auch noch der Haushalt, Einkäufe und ähnliches geschmissen werden will.

05) Was ist die treibende Kraft für Deine Kunstwerke? Der schöpferische Drang? Die Inspiration?

Meine Inspiration ist das Leben da draußen und der Drang besteht darin mit Menschen zu kommunizieren, was in künstlerischer Form, wie auch in journalistischer Form geschieht. Es geht darum Hinweise ohne erhobenen Zeigefinger zu geben.

06) An welchem Projekt arbeitest Du gerade?

Ein weiterer Teil meiner GRAUZONE. Aktueller Teil ist eine 40 qm Raumcollage an der sich gut 130 internationale Kreative mit DIN A 4 Beiträgen beteiligen, die auf eine erste von mir gestaltete Schicht aufgetragen werden. Außerdem werde ich bald schon mit 15>X<15 anfangen aber die Informationen hierzu bleiben vorerst noch mein Geheimnis.

Titel: "Thorsten U Huelsberg". Quelle: Thorsten Huelsberg.

Titel: “Thorsten U Huelsberg”. Quelle: Thorsten Huelsberg.

07) Der PC ist ein wichtiges Werkzeug für Künstler. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und Datenbanken wie etwa artmight.com sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzt Du für Deine Arbeit das Internet?

100 Prozent, mein Schaffen wäre ohne dieses Medium kaum denkbar, wobei es dann wahrscheinlich andere Wege geben würde, denn Wege findet man immer.

08) Du betreibst einen eigenen Blog. Wie nutzt Du dieses Medium?

Ich betreibe gleich mehrere Blogs und dies zu Informationszwecken und um Menschen zum Denken anzuregen aber natürlich auch um meine Kunst zu präsentieren.

09) Wie ist Deine Meinung zu den “neuen Medien”, wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, und dergleichen?

Richtig eingesetzt ist es genial, erfordert aber ein hohes Maß an Selbstdisziplin und hier zweifel ich doch sehr daran, dass diese viele Leute mit sich bringen und dann kann es auf den verschiedensten Ebenen auch schnell zur Falle bzw. zum Fluch werden.

10) Wir leben in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie gehst Du mit diesen Veränderungen um?

Ich versuche mir ganz radikal das aus meiner Sicht der Dinge wirklich Wichtige herauszupicken und es für meine Ziele einzusetzen und auf das Negative hinzuweisen und dagegen zu arbeiten.

Titel: "For the sun". Quelle: Thorsten Huelsberg.

Titel: “For the sun”. Quelle: Thorsten Huelsberg.

11) Wenn Du einen Plan für die nächsten, sagen wir vier Jahre hättest, wie würde der in etwa aussehen?

Aufbau eines Medienhauses, um im Bereich Journalismus noch mehr zu schaffen und besser aufgestellt zu sein. Aufbau einer internationalen Kunstsammlung im Rahmen eines Kunstclubs, um Gelder für Kunst und Kultur zu akquirieren. Weitere offene Kunstprojekte von mir abzuschließen.

12) Was würden Du den jungen Menschen raten, die gerade ihr Abitur / Hochschulreife erlangt haben und die vor der Entscheidung stehen ob Sie ein Studium beginnen oder in das Berufsleben einsteigen sollen?

In jedem Fall ins Berufsleben einsteigen und kreativ und flexibel sein, denn vom aktuellen Arbeitsmarkt und den heutigen Anforderung wird am Ende des Prozesse, der gerade durchlaufen wird, so oder so, nichts übrig bleiben und dies wird auch die Anforderungsprofile völlig verändern.

13) Wenn Du auf Deine bisherige Karriere zurückblickst, worauf bist Du besonders stolz?

Meine journalistische Arbeit, meine Ausstellungen und künstlerischen Arbeiten und auf meine Eltern, die all dies bis heute mit Herzblut unterstützen.

14) Gibt es einen Traum, den Du Dir erfüllen möchtest?

Meine Reise durch Europa in dieser Form zu weiderholen, aber dann mit einem weltweiten Fokus. Vorher muss aber noch ein Großteil der über 100.000 Photographien bearbeitet werden, die während der Europatour entstanden.

15) Zum Abschluss möchte ich Dir eine ganz persönliche Frage stellen: was habst vom Leben gelernt?

Das alles geht, wenn man nur an seine Ziele glaubt und diese kompromisslos verfolgt!

Titel: "bUdapest". Quelle: Thorsten Huelsberg.

Titel: “bUdapest”. Quelle: Thorsten Huelsberg.

 

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Ralf Schoofs auf Flickr

In meinem Blog veröffentliche ich sporadisch Fotos und Schnappschüsse, wie zum Beispiel im letzten Sommer kurz vor dem Venustransit.

Meine Fotos bei Flickr
Ich finde, diese und auch andere Fotos sind besser auf Flickr aufgehoben. Als Maler und Illustrator nutze ich natürlich die Möglichkeiten der Fotografie, aber sie ist nur ein kleiner Teil meiner Arbeit als Space Art Künstler. Deswegen werde ich meine Fotos in Zukunft fast nur noch auf Flickr veröffentlichen!

 

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Auf dem Mars war Leben möglich!

Blauer Mars

Auf dem Mars war Leben möglich! Mischtechnik auf Karton, 40 x 60 cm, 2001.

Na also! Curiosity hat gerade mal 100 m auf dem Mars zurückgelegt und schon hat das rollende Labor eine seiner Aufgaben erfüllt: war Leben auf dem Mars möglich? Ja!
Die Pressekonferenz vom 12. März kann man sich in voller Länge (70 min) auf ustream ansehen.

Roter Mars

Der trockene, lebensfeindliche Mars, wie wir ihn heute kennen. Mischtechnik auf Karton, 40 x 60 cm, 2001.

 

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